Wissenswertes
Lampe oder Leuchte?
Umgangssprachlich wird der Begriff Lampe gerne als Synonym für Leuchte verwendet. Eine Lampe ist allerdings, wenn man es genau nimmt, eine künstliche Lichtquelle bzw. ein Beleuchtungskörper, am gebräuchlichsten ist hier der Begriff Leuchtmittel.
Als Leuchte wird dann in der Regel ein Gegenstand bezeichnet, der zur Beleuchtung dient und dazu eine Aufnahmevorrichtung für ein Leuchtmittel besitzt oder schon ein fest installiertes Leuchtmittel enthält. Egal wie Sie es nennen möchten, wir verstehen Sie!
Glühlampe AGL (Allgebrauchslampe)
Good-bye, gute alte Glühbirne: Die Tage des „Prototyps“ aller
elektrischen Lichtquellen sind gezählt. Da sie mehr Wärme als Licht
produziert, wird die Glühlampe in wenigen Jahren zum Auslaufmodell. Sie können
aber mittlerweile ganz einfach gegen Energiesparlampen oder LED-Lampen mit identischem
Schraubsockeln (z.B. E27 oder E14) ersetzt werden. Relativ neu sind Halogenlampen
die speziell ausgerüstet sind mit den bekannten Glühlampen-Sockeln -
zudem machen sie brillanteres Licht und haben eine bessere Farbwiedergabe. Die herkömmlichen Glühlampen sind wegen ihres ebenfalls sehr guten Farbwiedergabeindex in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens anwendbar. Sie gehören allerdings zu den größeren Stromverbrauchern unter den Leuchtmitteln, zeichnen sich dafür aber aus durch eine besonders angenehme Lichtfarbe. Da sie sofort die volle Lichtintensität erreichen, sind sie besonders ratsam an Orten, die kurzfristig und hell beleuchtet werden sollen.
Technisch:
Der Begriff AGL dient zur Abgrenzung aller gewöhnlichen Normalglühlampen gegenüber den Halogenlampen, Kompaktleuchtstofflampen, etc. Die Funktionsweise erklärt sich wie folgt: In einem abgeschlossenen Glaskolben unter Vakuum oder in einer innerten Gasatmosphäre Glühlampen wird ein Wolframdraht durch Stromdurchgang zum Glühen gebracht wird. Der Hauptanteil der abgegebenen Strahlung liegt dabei im infraroten Bereich, wird also als Wärme abgestrahlt.
Entsorgung:
Glühlampen bestehen aus Glas und Metall. Sie enthalten keine umweltrelevanten Stoffe und können daher problemlos über den Haus- bzw. Reststoffmüll entsorgt werden. Sie gehören jedoch nicht in die Glas-Recyclingcontainer, da das Lampenglas eine andere Beschaffenheit als Flaschenglas hat.
Halogen-Lampe
Sie ist die eine gute Wahl wenn in Wohnräumen brillantes, und angenehm weißes
Licht mit guter Farbwiedergabe gewünscht ist. Halogenlampen gibt es für
normale Netzspannung und als Niedervolt-Halogenlampen, die dann immer mit einem
Transformator betrieben werden.Da sich diese Leuchtmittel durch einen besonders guten Farbwiedergabeindex und ein brillanteres Licht auszeichnen lassen sich Räume und Objekte durch Halogenlampen in ein besonders attraktives Licht setzen. Sie sind daher besonders für den Wohn-, Schlaf- und Badebereichen zu empfehlen.
Besonders energieeffizient sind Niedervolt-Halogenlampen mit Infrarotbeschichtung (=IRC): Sie spart im Vergleich zur herkömmlichen Glühlampe etwa 40 Prozent Energie. Die Lebensdauer dieser Leuchtmittel liegt regulär bei ca. 2000 Stunden (Hochvolt-Halogen) bzw. 4000 Stunden (Niedervolt-Halogen). Zu wahren Energiesparwundern werden die kleinen Brenner jedoch wenn man diese dimmt. Pro geringe 5% Verringerung der Betriebsspannung verdoppelt sich die Lebensdauer! Damit sparen sie nicht nur Energie sondern auch Anschaffungs- und Recyclingkosten. Die meisten unserer Halogen-Leuchten sind mit einem Dimmer ausgestattet.
Technisch:
Halogenlampen sind in Aufbau und Wirkungsweise mit Glühlampen vergleichbar. Halogen-Lampen beinhalten Halogenverbindungen, welche in Verbindung mit einer Wolframwendel einen Halogenkreisprozess bilden. Durch diesen Reaktionskreislauf wird eine längere Lebensdauer sowie eine höhere Lichtausbeute im Vergleich zu Normalglühlampen erzielt. Durch den geringeren Energieeinsatz bei gleicher Beleuchtungsintensität sparen diese kleinen Leuchtmittel ca. 30-40% Energie. Mit Hilfe bestimmter Zusätze ist es möglich, innerhalb einer bestimmten Temperaturspanne die Kolbenschwärzung (bedingt durch abdampfende Wolframatome) und die mit ihr einhergehende Lichtstromabnahme nahezu völlig zu unterbinden. Deshalb kann bei Halogenlampen die Kolbengröße stark verkleinert werden, wodurch einerseits der Füllgasdruck erhöht werden kann und andererseits der wirtschaftliche Einsatz teurer Edelgase ermöglicht wird.
Entsorgung:
Halogen-Glühlampen sind zwar mit geringsten Mengen von Halogen und Halogen-Wasserstoff-Verbindungen gefüllt, es handelt sich jedoch nur um einige Millionstel Gramm. Selbst ein Bruch mehrerer Lampen stellt keine Gefahr für Mensch und Umwelt dar. Die Lampen können deshalb problemlos nach Gebrauch in den Hausmüll geworfen werden.
Energiespar-Lampe ESL (Kompaktleuchtstofflampe)
Kompaktleuchtstofflampen sind besonders kleine „gefaltete“ Leuchtstofflampen
und werden umgangssprachlich als Energiesparlampen bezeichnet. Die Kompaktleuchtstofflampe
wird als energiesparende Alternative zur Normallampe verwendet. Besonders im Küchen-,
Flur-, Garten- oder Wohnbereich eignen sich Energiesparlampen, da sie im Vergleich
zu herkömmlichen Glühlampen bei gleicher Lichtintensität bis zu
80% weniger Energie verbrauchen.Technisch:
Die Röhre, in der die Gasentladung stattfindet, ist bei diesen Lampen gegenüber anderen Leuchtstofflampen kleiner und gebogen oder mehrfach gefaltet, um sie Platz sparender unterzubringen. Sie sind erhältlich mit den üblichen Sockeln (z.B. E27) und das Vorschaltgerät ist in der Regel gleich im Gehäuse integriert. Bei Energiesparlampen lohnt es sich, auf Qualität zu achten da diese durch bessere Ergebnisse und längere Haltbarkeit überzeugen. Neuere Generationen von Leuchtstofflampen lassen sich auch dimmen und bieten eine gute Farbwiedergabe mit Werten über Ra 90.
Entsorgung:
Leuchtstoff- und Kompakt-Leuchtstofflampen enthalten ebenso wie Hochdruck-Entladungslampen geringe Mengen an Quecksilber und recyclingfähigem Leuchtstoff. Deshalb dürfen sie nicht mit gewöhnlichem Restmüll bzw. im Flaschenglas-Recyclingcontainer entsorgt werden, sondern müssen einer fachgerechten Wiederverwertung zugeführt werden. Abgegeben werden können sie beispielsweise bei kommunalen Wertstoffhöfen.
www.proenergiesparlampe.de
LED
Die Leuchtdioden (korrekt: Licht Emittierende Dioden, kurz LED) sind leistungsstarke
Winzlinge, verbrauchen nur sehr wenig Energie und arbeiten über lange Jahre
hinweg zuverlässig. Dabei geben sie kaum Wärme ab und weder UV- noch
IR-Strahlung. Die Leuchtdiode ist extrem energiesparend und hat für gewöhnlich eine sehr hohe Lebensdauer. Die Lichtausbeute moderner LED-Lampen dienen nicht mehr nur als Orientierungslicht sondern als vollwertiger Ersatz herkömmlicher Lichtquellen. Mit einer Lebensdauer von bis zu 50.000 Stunden und einer Energieersparnis von bis zu 90% sind LEDs eine lohnenswerte Investition in die Zukunft.
Leuchtdioden gibt’s in zahlreichen Formen. Sie erobern immer mehr Lichtbereiche, auch im Wohnraum.
Technisch:
Die Leuchtdioden (korrekt: Licht Emittierende Dioden = LED) basieren auf einer vollkommen anderen Technologie als die herkömmlichen Glühlampen, die auf der energieintensiven Erhitzung des dann glühenden Wolframfadens im Innern des Leuchtmittels beruhen. Bei der Lichterzeugung mittels LED-Mikrochips wird durch Wanderung von Elektronen innerhalb des hierbei verwendeten Halbleiter-Materials überschüssige Energie als Licht emittiert. Wellenlänge und Farbe des Lichts sind durch Anwendung unterschiedlicher Materialien der Halbleiter und verschiedene Verfahren der Herstellung fast unbegrenzt variierbar. Aufgrund der Schmalbandigkeit der Lichtstrahlung bei LEDs können somit auch wesentlich reinere Farben erzeugt werden. Sie erzeugen nach dem RGB-Muster fast alle Farben, theoretisch 16,7 Millionen Varianten. Werden sie mit einem speziellen Leuchtstoff ummantelt, spenden sie auch weißes Licht.
Weiterführende Links
